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Zum Weißen Stein - Rundtour durch den Naturpark Kottenforst-Ville

Rubrik: Wandertouren
Ort: Roisdorf in der Region Nordeifel
Länge: 11,5 km (Rundtour)

GPS: GPX | OVL | G7T | TRK | Google Earth

Beschreibung der Tour

Ziel der Wanderung ist der "Heimatblick" an der Ostkante des Vorgebirges zwischen Bornheim und Alfter. Diese Plattform ist berühmt für ihre Aussicht. Der Besucher kann an klaren Tagen nordwärts bis Köln und ins Bergische Land blicken. Nach Südosten schaut er auf Bonn und das Siebengebirge.

Die Tippeltour des KSta (Kölner Stadtanzeiger) vom Herbst 2007 führt durch den Naturpark Kottenforst-Ville, für den Bereich zwischen "Heimatblick" und dem geheimnisvollen Denkmal "Eiserner Mann", einem Eisenpfahl im Boden und dem "Weißen Stein". Die Route führt vorbei an der römischen Wasserleitung, die aus Nettersheim kommt und Köln zur Römerzeit mit Trinkwasser versorgte.

Start und Ziel ist der Parkplatz Heimatblick. Wir wandern über den Eibenstockweg bis zum Buchholzweg, dem folgen wir links bis zum Herrenhaus Buchholz. An der Auffahrt zum Haus wenden wir uns nach rechts und folgen dem Pfeil des Eifelverein-Weges (EV) 2b - damit ist der Einstieg in die Tour geglückt und ab jetzt folgen wir dem GPS-Track. Bei einer Bank passieren wir eine Marienfigur unter Eiben und bald darauf zur Rechten ein kleines Kreuz aus Stein.
750m weiter stoßen wir auf ein großes Wegkreuz im Wald, den Kamelleboom. Ein Hinweisstein erzählt von einer Grenzeiche, die hier stand - übrig geblieben ist ein kümmerlicher, zementgestützter Corpus einer einst mächtigen Eiche. Der Ksta schreibt: "Die Marktfrauen hinterlegten im Baum Kamelle für die Kinder, wenn sie ihr Gemüse auf dem Markt mit gutem Gewinn verkaufen konnten."

Wir halten uns sacht links (EV 2b) und passieren den Aufschluss 53 der römischen Wasserleitung, die aus Nettersheim nach Köln führte. Leider besteht die Leitung hier nur noch aus einem Graben, der im Boden allerdings noch zu erkennen ist.
Wir wandern weiter an Aufschluss 52 und 51 vorbei und entnehmen dem Hinweisschild folgende Information: "Die in nachrömischer Zeit nicht mehr instand gesetzte Eifelwasserleitung wurde im Mittelalter über weite Strecken als Steinbruch genutzt. In diesen Bereichen der Trasse ist heute nur noch ein Ausbruchgraben zu finden, der sich allerdings nur unter Wald wie hier im Kottenforst besonders gut erhalten konnte. Das gebrochene Material wurde vornehmlich im 11.-13. Jahrhundert beim Bau von Klöstern, Kirchen und Burgen des Rheinlandes wieder verwendet."

500m weiter erreichen wir an einer Schutzhütte die Wegespinne "Eiserner Mann". Dem Hinweisschild vor Ort entnehmen wir folgende Story: "Der "Eiserne Mann" ist ein in einem Stück gegossener Roheisenbarren, er hat eine Länge von 2,18m und steckt mit seinem T-förmigen Ende etwa einen Meter in der Erde, diese Verankerung vereitelte bisher jeden Versuch, den Barren gewaltsam zu entfernen. Seine porige Oberfläche und der über die ganze Länge uneinheitliche Querschnitt sind durch den Guss in einem Sandbett bedingt. Gusstechnik und Gussform lassen auf seine Herstellung im späten Mittelalter schließen. Herkunft und ursprünglicher Verwendungszweck des "Eisernen Mannes" sind nicht hinreichend geklärt, so ranken sich um ihn von jeher zahlreiche Sagen und Geschichten, sowie sachbezogene, aber auch abstruse Vermutungen. Urkundlich wurde er erstmals 1625 als Grenzmarkierung zwischen Alfter und Heimerzheim im Verlauf der römischen Wasserleitung erwähnt."

Wir kehren um und wandern auf dem gleichen Weg zurück bis zur schmalen Allee, folgen ihr nach links bis zur Wegmarkierung nach Alfter. Wir passieren wieder den Kamelleboom, halten uns links und folgen dem Hinweis des Römerkanal-Wanderwegs und des Ville-Wegs.

Wir wandern jetzt auf der Roisdorfer Hufebahn. Bei einer Bank passieren wir den weißen Stein, ein uraltes Gemarkungszeichen, das erst vor einigen Jahren restauriert wurde. Hier verlassen wir den Weg entlang der römischen Wasserleitung und wenden uns nach rechts in Richtung Heimatblick, passieren eine Schutzhütte, ein Gehege mit Dammwild und eine Grillhütte.

Auf dem Parkplatz Heimatblick angekommen entledigen wir uns unserer Rucksäcke und gehen hinauf zum Hotel Heimatblick. HIer bietet sich bei einer kleinen Stärkung ein herrlicher Blick auf Bonn, die 7 Berge und den Venusberg zu genießen.

 

EIFEL-GPS bedankt sich bei Herrn Zwinscher aus Köln für die Bereitstellung dieser Wandertour! 

 
Quelle der Informationen: J. Zwinscher, Köln


Der "Eiserne Mann"

Der Weiße Stein

Am "Heimatblick"