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Kunstdenkmäler in der Kyllburger Waldeifel

Rubrik: Wandertouren
Ort: Kyllburg in der Region Südeifel
Länge: 12,6 km (Rundtour)

GPS: GPX | OVL | G7T | TRK | Google Earth

Beschreibung der Tour

In der Stadt Kyllburg und ihrer Umgebung liegen mehrere sehenswerte Bauwerke dicht beieinander. Sie können im Rahmen einer abwechslungsreichen Wanderung besucht werden. Die Wanderung beginnt am Marktplatz in Kyllburg. In Kyllburg, Malberg und St. Thomas finden Sie Einkehrmöglichkeiten in der Nähe der Wanderstrecke.

Zuerst lohnt sich ein kurzer Abstecher hinauf zur Stiftskirche. Dazu gehen wir zurück zur verkehrsberuhigten Hochstraße, biegen aber gleich scharf rechts in die Stiftstraße ein. Hier liegt die alte Stadt - angelegt an die 1239 gegründete Burg auf der Höhe. Die steil ansteigende Straße wird beiderseits von eng aneinandergereihten Häusern gesäumt. Sie sind aus heimischem Sandstein erbaut, viele zeigen Steinmetzarbeiten. Dort wohnte die städtische Bevölkerung, nirgends existiert eine Scheune. Das Haus Nr. 59 ist ein spätgotischer Bau mit Treppengiebel. Von der ehemaligen Burg ist nur der fünfgeschossige Bergfried erhalten - einst vom Trierer Erzbischof als Stützpunkt gegen das benachbarte Malberg errichtet. Wir lassen den Bergfried linker Hand liegen und gehen weiter zur Stiftskirche auf dem höchsten Punkt des Terrassensporns. Von außen sind an den Sandsteinquadern deutlich die Greiflöcher für die Aufzugzangen zu sehen. Im Innern beeindruckt der Bau insgesamt, vor allem aber die Renaissancefenster und der Kreuzgang.

Wir gehen die Stiftsstraße wieder hinab und biegen noch vor dem "Haus des Gastes" rechts ein. Der Weg führt am Hang entlang ins Kylltal hinab. Vorbei am Campingplatz und dem Freibad steigt die Straße später wieder an. Am Kreisel biegen wir links in einen schmalen Waldweg ein. Er führt uns über eine Eisenbahnbrücke, danach halten wir uns links und überqueren die Kyll auf einer Brücke. Jetzt wandern wir am Kyllufer flußabwärts nach Malberg.

An den Hängen sind - wie auch im weiteren Verlauf der Wanderung - vielfach Terrassen mit alten Obstbaumkulturen zu sehen. Vor Malberg dehnen sich weite Flächen mit Gemüsegärten aus. Der intensive Obst- und Gemüseanbau hat in Kyllburg und Malberg eine längere Tradition. Echte Landwirtschaft war wegen des engen Tals kaum möglich, die Steinbrüche und die Eisenhütte in Malberg boten Arbeitsplätze. Die Gärten dienten der Selbstversorgung und erlaubten einen kleinen Zuerwerb. Seit Jahrzehnten bieten die Hanglagen aber keinen lohnenden Ertrag mehr.

Über die Steinbrücke betreten wir Malberg, das vom Schloss mit dem Herrenhaus überragt wird. Die Tellstraße wird überwiegend von "Trierer Zeilen" gesäumt - die Häuser sind unmittelbar aneinander gebaut. Links im "Herrengarten" fällt ein kleines, freistehendes Haus (Nr. 12) auf. Rund um das Haus sind in zwei Reihen übereinander runde Sandsteinblöcke mit einem größeren Loch in der Mitte in die Wände eingelassen. Es ist das "Hopfenhäuschen". Hier wurde der Hopfen aufgekauft und vor allem getrocknet. Seit 1700 wurde im Kylltal Hopfen für die Brauereien in Kyllburg und Malberg angebaut. Als die Brauereien schlossen, wurde Hopfen an die Brauereien der Umgebung geliefert. Um 1900 sanken die Preise aber so stark, daß der Anbau um 1910 ganz eingestellt wurde.

In der Tellstraße Nr. 7 ist ein gut erhaltenes, typisches "Trierer Einhaus" zu sehen. Es geht weiter, links am Dorfladen vorbei und über den Kirchplatz zur Durchgangsstraße. Rechts geht es ständig bergan - dem Zeichen A5/B4 folgend - bis zur Schutzhütte auf der Höhe.

Zunächst zwischen Feldern, dann im Wald wandern wir auf dem Weg B4 in Richtung St. Thomas. Wir bleiben auf der Höhe und kommen an mehreren ehemaligen Steinbrüchen im Buntsandstein vorbei. Besonders die Eröffnung der Kylltalbahn 1873 bot dem Sandstein eine weitere Verbreitung im Rheinland als Baustein. Um die Jahrhundertwende verdrängten aller-dings billigere Baustoffe den Sandstein.

Wir kommen oberhalb eines Einzelhofes und dessen Feldflur vorbei. Bald danach biegt der Weg nach rechts ab, und wir folgen dem asphaltierten Wirtschaftsweg bis nach St. Thomas hinein. Der Zugang zum Kloster liegt an der Durchgangsstraße. Die ehemalige Nonnenkirche ist am Wochenende direkt zugänglich, werktags nur durch das Klostergebäude. Beim Rück-weg nach Kyllburg halten wir uns auf der Straße parallel zur Eisenbahn. Am Bahnübergang geht es weiter geradeaus, nicht über die Gleise. Vorbei am Kinderspielplatz steigt der Weg, markiert mit schwarzem Dreieck, beständig schwach an. Auch im Wald bleiben wir immer auf dem Hauptweg, bis wir an einen kleinen Platz kommen. Hier folgen wir rechts, bei gleichbleibender Markierung, einem Pfad bergan. An einer Schutzhütte treffen wir auf einen Fahrweg bergab nach Kyllburg. Zunächst links, dann beidseitig sind am terrassierten Hang ehemalige Obstbaumkulturen zu finden.

 
Quelle der Informationen: Tourist-Information Kyllburger Waldeifel


Die Stiftskirche in Kyllburg

Kloster St. Thomas